Tag 22 – Ruhetag in Brügge



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Tag 22- Ruhetag in Brügge

Darf man dem Internet glauben, haben sich die knapp 118.000 Einwohner von Brügge (Stand 2017) längst mit den Touristenströmen – jährlich etwa 6 Millionen Besucher aus aller Welt – arrangiert, genau wie mit dem Überangebot an Pralinenshops, den Kutschen, den Booten auf dem Kanal… Man darf uns glauben, wenn wir schwören: Wir haben ein paar Dinge ausgelassen, die ein „echter“ Touri in diesem wunderschönen Unesco Weltkulturerbe glaubt erleben zu müssen: Wir haben weder 50 Euro für eine halbstünde Kutschtour durch den historischen Stadtkern investiert, noch die 8 Euro pro Person für eine etwa 25 minütige Bootstour. Wir haben uns die 12,50 Euro pro Person gespart, um vom Belfry den fantastischen Blick auf die mittelalterliche Stadt zu genießen. (2007, als Brendan Gleeson den Turm erklimmen wollte,  kostete der Eintritt übrigens noch 5 Euro.) Ok, ich konnte am Vortag nicht auf die belgische Waffel verzichten und heute, am späten Nachmittag, haben wir für 9 (in Worten neun!) Euro zwei Portionen belgische Pommes gegessen, die leider alles waren, nur nicht lecker. Egal. Abstriche gehören dazu.


Und so habe ich übrigens den Vortag erlebt: Christian fragt mich nach 50 Kilometern fahren, wie ich mich denn heute eigentlich fühle, so kurz vor dem Ziel. In mir toben seit dem Morgen so viele Empfindungen, dass ich sie nicht sortiert bekomme. Also sage ich „totales Emotionschaos“. Vermutlich hat er mit dieser Antwort gerechnet, denn er nickt nur und dann fährt er wieder vor und lässt mich mit der Gefühlsachterbahn alleine. Ich rufe mich zur Räson, jetzt nicht in Tränen auszubrechen, sondern das fahren zu genießen, den Moment, das Wissen, heute ist der Tag der Tage: Wir werden in wenigen Stunden Brügge erreichen. Ich erkläre meinem aufgewühlten, meinem anderen Ich, dass es doch schon auch schön wäre, sich zu freuen, statt sich in tränenreicher Überforderung zu suhlen. Überzeugt. Ich lächle probehalber. Für die Beckerfaust, kombiniert mit einem gellenden Yeaha-Schrei fehlt mir dann aber doch der Mut.
Und dann steht da auf einem Schild: „Brügge 20 km“. Natürlich muss ich das fotografieren. Genau wie das mit „Brügge 16 km“. Als es nur noch 9 Kilometer sind, verzichte ich auf ein weiteres Foto. Es geht am Kanal lang, vorbei an Kühen und Schafen und Hühner und doch habe ich keinen Blick mehr für das fröhliche Viehzeug. Ich starre geradeaus, bin auf Autopilot. Und dann: Brügge, Stadtgrenze. Wenn ein Ortseingangsschild geben sollte – ich habe es nicht gesehen. Ich fahre wie in Trance über eine der 14 Brücken Richtung Zentrum. Ich möchte wetten, meine Augen sind riesig, vermutlich steht mein Mund offen und geatmet habe ich ganz bestimmt auch nur alle 50 oder 70 Sekunden oder so.
Ich registriere aus dem Augenwinkel die vielen kleinen Hotels, die B&B-Schilder. Es geht am Kanal entlang, der den historischen Kern umschließt. Sind es viele Touristen an diesem Donnerstagnachmittag, die sich hier tummeln oder nicht? Vermutlich. Ich aber habe keinen Blick für die Menschen um mich herum, nur für die Architektur, für die Häuser. Selbst auf Christians „Wie unser Holländisches Viertel, nur in schön.“, antworte ich nicht. Staunen, fahren, Kopf rechts, Kopf links. Meine Augen sind überall, versuchen alles aufzunehmen und sind hemmungslos überfordert. Und dann stehen wir plötzlich auf dem weiten Rathausplatz. Und ja, wenn auf irgendwas Verlass ist, dann auf meine überbordenden Gefühlsausbrüche. Da rollen sie dann eben doch, die Tränen der Freude, der Überforderung, der Erleichterung. WIR SIND IN BRÜGGE.

Nach einigem Suchen haben wir dann unser „Hostel Lybeer“ gefunden, fünf Minuten zu Fuß vom Marktplatz, 196 Euro für zwei Nächte (ein echter Schnapper. Je nach Geldbeutel kann man auch locker das doppelte oder bei unbedingtem Luxuswillen eben das Zehnfache pro Nacht blechen.) Im Zimmerpreis nicht inbegriffen: Die Unterbringung von Betty & Silverstar. Aber, und das nenn ich mal vorbildlich, es gibt keine fünf Minuten vom Hostel entfernt (irgendwie scheint hier alles keine fünf Minuten entfernt zu sein), eine bewachte Tiefgarage, wo man die Räder für 24 Stunden parken kann. Kostenlos!

Kaum haben wir uns für das „Luxury Hostel“ entschieden und den Schüssel für Zimmer 4 (zweiter Stock, superenge Treppen) bekommen, beginnt es zu grollen und gleich darauf auch zu regnen. Während ich die Formalitäten erledige, schleppt Christian unsere acht Satteltaschen, das Zelt und die beiden Lenkertaschen nach oben. Wir wollen sofort die Räder in trockner Sicherheit wissen. Ich tippe trotz fehlender Brille selbstbewusst auf einen Punkt auf der Karte, den mir das junge Ding an der Rezeption aufgekringelt hat, und dann geht’s los. Aus alter Gewohnheit überlasse ich Christian die Führung.

Nun ja, bist du fremd in einer Stadt, versteif dich bloß nicht auf Zeit- und Distanzangaben der Einheimischen. Funktioniert nicht. Im Regen kurven wir von rechts nach links, suchen die Radgarage, finden sie aber nicht. Es nervt.

Tatsächlich gehört die Navigation innerhalb von Städten nicht unbedingt zu meinen Kernkompetenzen. Und ich weiß auch nicht, welcher Narr mich immer reitet, diese Aufgabe schnell mal eben meistern zu wollen. Städte überfordern mich und Brügge eben auf Grund der Tatsache, dass hier so unglaublich viele verschiedene Eindrücke auf mich einprasseln noch viel mehr. In Dörfern oder kleinen Städten ein Zentrum zu finden ist meist leicht. Such dir den Kirchenturm heraus und dann hast Du auch den Ortskern. Aber was, wenn da 10 Kirchtürme sind? Dann muss man sich Details merken und da bin nicht sonderlich gut drin. Wenn jetzt noch der Druck des Regens dazu kommt, mache ich ganz automatisch Flüchtigkeitsfehler. Aber…
am Ende finden wir den Eingang natürlich doch noch, schließen unsere treuen Gefährte mit etwas mulmigen Gefühl aneinander und sind zu spät, um noch was im Supermarkt einkaufen zu können. Als wir fast eine dreiviertel Stunde später tropfnass in unserem winzigen Zimmer sind, hopsen wir schnell unter die Dusche und schleppen unsere restlichen Lebensmittel – Nudeln, Tomaten, eine Ecke Zuccini, zwei Lauchzwiebeln – in die Hostelküche und kochen unser Abendbrot. Christian nimmt das hauseigene Bier (flotte 4 Euro für 0,33 l) ich einen Weißwein (mit 3,50 Euro irgendwie fast ok) – und sind beide nicht begeistert, was uns hier geschmacklich für zu viel Geld geboten wird. Aber, hey, Brügge ist eine DER Touri-Städte überhaupt. Da darf man nicht ernsthaft für Preise diskutieren. 
Was ich natürlich trotzdem tue. Ich finde die Preise nämlich wirklich schwierig und bin selten gewillt, solchen Wucher auch noch zu unterstützen. Ich weiß, dass ich da manchmal eine Spaßbremse bin, aber solche Touriabzocke finde ich einfach blöd. Brügge ist nach der Versandung des Nordseezugangs im 16ten Jahrhundert absolut verarmt und es lag praktisch im Koma, bis ein findiger Geschäftsmann kam, dessen einzige Leistung es war, die Stadt zu einer touristischen Atraktion zu erklären und seit dem wird bares Geld in rauen Mengen gescheffelt. Inzwischen ist es für viele der ursprünglichen Einwohner überhaupt nicht mehr finanzierbar dort zu wohnen. Ein Schicksal, welches Brügge mit Prag und vielen anderen Städten solcher Art teilt. Eine Stadt ist für mich aber mehr als ein paar Häuser und Museen. Es gehört eben auch seine Einwohner dazu und die verschwinden nach dem Einsetzen der Massen. Was übrigbleibt, ist dann oftmals nur ein großes Museum ohne eigenes Leben. Im Falle von Brügge ist dies vielleicht etwas übertrieben, aber wir sind eben auch noch nicht am Ende der Fahnenstange was Wochenendtrips, Billigflugangebote und Kreuzfahrten angeht. Ich frage mich allerdings wie Menschen, dessen Budget knapper als das unsere ist, jemals in den Genuss einer solchen Sehenswürdigkeit kommen können? Irgendwie erinnert mich das an zu Hause, wo ja gern einigen Menschen mangelndes Interesse für Kultur und daher eine Spezialisierung auf Nachmittagsfernsehen vorgeworfen wird, aber zeitgleich Theater- und Konzertkarten für die Masse immer schwerer zu finanzieren sind. Ja liebe Kulterschaffende: Wenn Menschen bereits beim Kauf eines Bahntickets den Restmonat durchzurechnen beginnen, braucht ihr Euch nicht wundern, dass sie kaum für 39€/Person in die deutsche Oper stürmen.Was ich natürlich trotzdem tue. Ich finde die Preise nämlich wirklich schwierig und bin selten gewillt, solchen Wucher auch noch zu unterstützen. Ich weiß, dass ich da manchmal eine Spaßbremse bin, aber solche Touriabzocke finde ich einfach blöd. Brügge ist nach der Versandung des Nordseezugangs im 16ten Jahrhundert absolut verarmt und es lag praktisch im Koma, bis ein findiger Geschäftsmann kam, dessen einzige Leistung es war, die Stadt zu einer touristischen Atraktion zu erklären und seit dem wird bares Geld in rauen Mengen gescheffelt. Inzwischen ist es für viele der ursprünglichen Einwohner überhaupt nicht mehr finanzierbar dort zu wohnen. Ein Schicksal, welches Brügge mit Prag und vielen anderen Städten solcher Art teilt. Eine Stadt ist für mich aber mehr als ein paar Häuser und Museen. Es gehört eben auch seine Einwohner dazu und die verschwinden nach dem Einsetzen der Massen. Was übrigbleibt, ist dann oftmals nur ein großes Museum ohne eigenes Leben. Im Falle von Brügge ist dies vielleicht etwas übertrieben, aber wir sind eben auch noch nicht am Ende der Fahnenstange was Wochenendtrips, Billigflugangebote und Kreuzfahrten angeht. Ich frage mich allerdings wie Menschen, dessen Budget knapper als das unsere ist, jemals in den Genuss einer solchen Sehenswürdigkeit kommen können? Irgendwie erinnert mich das an zu Hause, wo ja gern einigen Menschen mangelndes Interesse für Kultur und daher eine Spezialisierung auf Nachmittagsfernsehen vorgeworfen wird, aber zeitgleich Theater- und Konzertkarten für die Masse immer schwerer zu finanzieren sind. Ja liebe Kulterschaffende: Wenn Menschen bereits beim Kauf eines Bahntickets den Restmonat durchzurechnen beginnen, braucht ihr Euch nicht wundern, dass sie kaum für 39€/Person in die deutsche Oper stürmen.

Wir sitzen also da, nippen an unseren Getränken, beobachten die vielen vor allem jungen deutschen Gäste und realisieren nur mühsam, dass wir es wirklich geschafft haben. Wir sind in Brügge. Als es gegen 22 Uhr aufhört zu regnen, raffen wir uns auf, die nächtliche Märchenstadt wenigstens ein bisschen zu erkunden.

Wir finden den Turm, aus dem Brendan Gleeson als Auftragskiller Ken stürzt. Auch einige andere Motive aus „Brügge stehen und sterben“ entdecken wir. Diese Stadt ist unwirklich in ihrer mittelalterlichen Pracht und übervoll mit Eindrücken geht’s nach zwei Stunden zurück in unser winziges Zimmer. Ich bin froh, dass wir nicht auf einem Campingplatz sind.


Heute ist also unser offizieller Brügge-Ruhetag. Aber natürlich kann man nicht ernsthaft von Ruhe sprechen, wenn man mit tausenden Touristen durch die Straßen pflügt. Ich schlafe mal wieder länger als ich eigentlich will. Christian war schon bei den Rädern (alles ok) und im Supermarkt (Preise wie in der Apotheke), es gibt unser übliches Frühstück in einem winzigen Innenhof. Der Himmel ist enttäuschend bedeckt, es ist diesig, die Luft riecht nach Regen. Strahlend blauer Himmel wäre die perfekte Kulisse für die mittelalterlichen Steinbauten gewesen. Wir lassen uns ohne konkretes Ziel treiben, gehen mal links, mal rechts, versuchen den Touristenströmen auszuweichen, spotten und staunen und bewundern. Landen in einem winzigen Gebäude mit verwunschenem Innenhof, der direkt an den Kanal grenzt. Es ist so verdammt romantisch, hier könnte ich Weltbestseller schreiben. Mindestens. Blöderweise ist David de Graef schneller gewesen und hat das verwinkelt-romantische Häuschen aus einer anderen Zeit gemietet. Hier entstehen verstörenden Bilder, jenseits der Moral, aus einer Parallelwelt, die gleichzeitig faszinieren und verstören. Er ist ein freundlicher, zierlicher Mensch mit flatterigem Silberhaar. Einem Gespräch ganz offensichtlich nicht abgeneigt – allerdings hat ihn sich bereits ein Pärchen gekrallt und der weibliche Part schießt mit bösen Blicken um sich. Mir fehlt es heute an Lässigkeit, um diese offensichtliche Aufforderung, sie gefälligst mit dem Künstler alleine in dem Raum zu lassen, zu ignorieren. Ich schleiche um die großformatigen Paintbrush-Bilder in Sepia herum, formuliere all die Fragen, die ich ihm stellen möchte, im Kopf – um dann nach 15 Minuten vergeblichen Wartens resigniert aufzugeben. Ich habe das Gefühl, eine große Chance vertan zu haben.
Christian hat draußen rauchend auf mich gewartet, Touris beobachtet und ist nicht so richtig happy mit den vielen Menschen. Ich kann die heute alle wunderbar ausblenden. Im bummeligen Schlenderschritt geht’s über ein kleine Brücke. Waren wir hier schon mal?
Oder zweimal?

Haben wir dieses Gebäude nicht gerade erst von der anderen Seite bewundert? Was an Eindrücken an diesem Tag auf uns einprasselt, ist überwältigend. Eine ehemalige Kirche, die jetzt Partylocation ist. Eine hochmoderne Brücke, die aus weißen Dreiecken an Stahlseilen an einen mehrmastigen Schoner erinnert. Ein sich aus dem Kanal erhebender Wal – weißer Rücken, blauer Bauch – aus vor Haiwaiis Küsten gesammelten Tonnen von Plastikmüll. Die Architekten Jason Klimoski und Lesley Chang vom New Yorker StudioKCA haben anlässlich der zweiten Kunst-Triennale dieses spektakuläre wie gigantische Mahnmal gegen den Klimawandelt konstruiert. Ja, auch Christian lässt sich zur Free-Willy-Geste hinreißen. Ob sich der monströse Plastik-Wal tatsächlich zum Selfie-Magneten entwickelt? Ich jedenfalls lasse unser Deppenzepter stecken. Genieße die Kunst lieber pur, will das Foto irgendwann ohne unser dümmlich-verzücktes Grinsen betrachten.
Einen weiteren Beitrag der diesjährigen Kunsttriennale entdecken wir einige Stunden später, den orange-pinkfarbenen „Selgascano pavilion“. Eine meiner Meinung nach nicht wirklich durchdachte Installation der spanischen Architekten José Selgas und Lucia Cano (beide Jahrgang 1965). Es soll ein idealer Erholungsort auf dem Kanal sein. Entschuldigung, schon mal bei 28 Grad im Schatten unter Plastik gegessen? Nicht? Na, dann viel Spaß beim Schwitzen bis zum Erstickungstod.

Der Selgascano pavilion – ein oranger Lindwurm auf einem nicht sonderlichen belebten Seiten-Kanal
Free Willy – von den New Yorker Architekten anlässliche der zweiten Kunst-Triennale in Brügge erschaffen

Wir gucken und staunen und starren und bewundern weiterhin, schlendern, bleiben stehen, diskutieren, bewundern noch mehr und am Ende haben wir sechs Stunden lang gefühlt sämtliche Straßen von Brügge einmal
oder zweimal!
abgelaufen. Und haben dabei nur einen Bruchteil dessen gesehen, was dieses Kleinod zu bieten hat.
Manches aber auch zweimal.
So verpassen wir bedauerlicherweise das Museum der flämischen Meister, darunter mit Werken von Jan van Eyck, über den ich gerade ein spannendes Buch gelesen habe. Wie wir überhaupt auf einiges verzichten, nicht nur, weil der Boden unserer Tourkasse mittlerweile sehr sichtbar ist, sondern weil uns einiges unangemessen teuer erscheint. Einmal ins Diamantenmuseum – 12 Euro pro Person. Och, nö. Christian will mir sowieso kein Brilli-verziertes Armband schenken. Und ganz ehrlich – wen interessiert ein Schokoladenmuseum? Uns jedenfalls nicht. Obwohl: Hätten wir Diamanten und Schoki kombiniert, wären es nur 14 Euro pro Person gewesen.
Um ehrlich zu sein: Selbst für eine vergleichsweise kleine Stadt wie Brügge braucht man wenigstens drei Tage, um ernsthaft sagen zu können, sie erlebt zu haben. Aber die Wahrheit ist auch: Wir sind nach diesem Tag nur noch platt und so voller Eindrücke, dass wir wissen, mental packen wir keinen weiteren Tag, haben jetzt schon den kompletten Overflow. Deswegen geht’s auch morgen weiter Richtung Amsterdam. Sind noch knapp 190 Kilometer, als gut 3 entspannte Radel-Tage.
Als wir nach dem Abendessen – wieder gekocht in der Hostel-Küche – zusammensitzen, ziehen wir ein müdes, aber glückliches Resümee, das da lautet: Brügge ist eine einzigartige, eine spannende, aufregende Stadt. Es hat sich absolut gelohnt. Und ja, ich würde auch noch ein zweites Mal her kommen. Vielleicht eher im Herbst? Ach, absurd zu glauben, dass es dann weniger Touristen hierher treibt.

Plötzlich überkommt mich eine grenzenlose Erschöpfung. Und die hat nichts mit dem heutigen Pflasterlaufen zu tun. Mir wird auf einmal klar, dass ich nicht mehr mag. Wir haben unser großes, unser erstes gemeinsames Ziel erreicht. Amsterdam erscheint mir plötzlich als Bürde. Ich schiebe den Gedanken beiseite, dass ich jetzt eigentlich lieber nach Hause möchte und verschweige auch Christian das Gefühl der Motivationslosigkeit. Ich bin vermutlich einfach nur müde.

Herzlich Willkommen

Zur chaotisch-schönen Radreise des Klingo-Castle Teams. Begleite uns durch eine aufregende Berg und Talfahrt von Potsdam über Brügge nach Amsterdam.

Aktueller Status:

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TINA

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Christian

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